CO-Messung

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wasp
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CO-Messung

Beitrag von wasp » Mo 17. Apr 2017, 18:37

Hallo ihr Tüftler
Durch einen großen Zufall habe ich ein altes Bosch CO-Messgerät bekommen.Wie schon oft diskutiert wurde ist die Auflösung zu gering.
Das heißt 0,1% CO ist bei vielen Öfen der Grenzwert und der kleinste Strich am Instrument.
DSC_0837.JPG
Bei der suche im WWW habe ich folgendes gefunden.
DSC_0772b.jpg
Eigentlich wollte ich oben ein Rohr a' la Greisinger anbauen.
Geht leider nicht.Dann wird das ganze Gerät mit Abgas verschmutzt.
DSC_0773b.jpg
Also Lötkolben her.
DSC_0779b.jpg
Den Sensor vom Anzeigegerät getrennt und in einen Dieselfilter eingebaut.
DSC_0781a.jpg
DSC_0783b.jpg
Das Abgas muss aussen an der Metallwand hoch und dann durch das Kunststoffrohr am Sensor vorbei wieder raus.
An dem kleinen Stutzen könnte man eventuell Kondenswasser ablassen.
DSC_0812a.png
Die Vacuumpumpe samt Russfilter und dem Wasserabscheider habe ich vom Boschgerät übernommen.Vom Ofenrohr kommt ein 1 Meter Kupferrohr das dann die Abgase durch 5 Meter PVC Benzinschlauch geleitet die in einem 5 Liter Wasserkanister gekühlt werden.
DSC_0838.JPG
DSC_0839.JPG
Bei ersten Tests zeigt sich das bei 1400ppm der Messbereich endet.
Perfekt wäre es, wenn der Sensor als Ersatzteil ohne Meßgerät erhältlich wäre.(Hab noch nichts gefunden).
Aber es ist eine Möglichkeit unter 50 Euro eine CO-Messung zu bauen.(Ohne Pumpe).
Nachdem es nächste Woche nochmal kalt wird, werde ich für Freitag einen Termin mit dem Schornie machen.
Wie es lief werde ich berichten.Viel Spaß beim basteln und Grüße vom Bodensee wünscht WASP
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burns635csi
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Re: CO-Messung

Beitrag von burns635csi » Mo 17. Apr 2017, 19:09

Sehr schön! :Klatsch :Klatsch :Klatsch

Und wo liegt dein Co wert im normalen Abbrand?



Liebe Grüße Klaus
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

Zu spät erst merkt die Großhirnrinde: Die Schraube hatte Linksgewinde.

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wasp
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Re: CO-Messung

Beitrag von wasp » Mo 17. Apr 2017, 19:28

Konnte noch kein großes Feuer machen (zu warm) aber wenn temp an der unteren Tür über560 Grad ist, geht der wert unter 100
Gruß Wasp
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Re: CO-Messung

Beitrag von wasp » Do 20. Apr 2017, 16:55

Hallo Vigasbesitzer
Heute war Schornie-Termin
Die Ergebnisse meines kleinen CO-Messgeräts haben sich bestätigt. :Klatsch
Alle Werte bestens.
ScanImage002.jpg
Das heißt es würden sogar die 2017 Vorgaben erfüllt.
Seit der letzten Messung Siehe "CO-Messung durchgefallen" 16.12.2016 habe ich

: Die Feder der Anheizklappe verstärkt und mit Brandsschutzdecke abgedichtet.
: Die Düse ausgebaut und abgedichtet.
: Den Lambdacheck mit LSU 4.2 eingebaut.( 4% eingestellt )
: Den Belimo gegen eine SR Ausführung getauscht.
: Die Kulisse mit einem Zusatzschieber ausgestattet um per Hand die Primärluftmenge zu reduzieren.(Ca.75% zu)
: Brennkammer-Temperaturmessung bündig in die Tür eingebaut.(meist zwischen 600-700 Grad)
: Einen Schamottstein mittig in den Brennkammerausgang gestellt.(ca 10*10cm)
: je eine Kette zum Turbolatorblech eingebaut.
: CO-Messgerät gebaut.

Die vielen AHA Erlebnisse kann ich nicht alle aufschreiben .
Ohne die Ratschläge aus dem Forum (Guckst du .......) wäre ich nie soweit gekommen.
Um die Zusammenhänge zu verstehen braucht man Anzeigeinstrumente die einem zeigen was sich verändert.
z.B. Ohne BRT-Temp sagt jeder der Ofen brennt. Ohne zu sehen das bei 450° CO+Staub nicht verbrannt werden.
Ich kann nur allen Dank sagen und hoffen das weiter die Erkenntnisse zusammen getragen werden
und somit alle davon profitieren.
Mit freudigen Grüßen Wasp
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Re: CO-Messung

Beitrag von burns635csi » Do 20. Apr 2017, 19:52

Sehr schön! :Klatsch
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

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Re: CO-Messung

Beitrag von Doppelrohr_BK » Do 20. Apr 2017, 21:31

Das gibt einem Kraft für weitere Aufgaben!!!
Seit 2018 KWB -Clasfire 34 kW-
SB 40 kW aus 2007; Flammtronik; Dopplerohr_BK; Vergaserraum Innenverkleidung; :Stinki: -->Rip<--

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Re: CO-Messung

Beitrag von wasp » Di 13. Jun 2017, 23:06

Jetzt nochmal die ausgewertete Bescheinigung vom Schornsteinfeger
Mit gemessenen 0,0 g/m³ CO und 0,02 g/m³ Staub
ist bewiesen daß ein Vigas HV auch ohne Lufttrennung
die Grenzwerte locker schaffen kann.
Für die Messung wurde der Ofen 2 Tage vorher normal gereinigt.
Das Glutbett wurde mit viel Holzkohle erzeugt,
und unter Aufsicht vom Schornie nochmal Buche aufgelegt.
Bis seine Messgeräte startklar waren hat mein
Mini CO Messgerät das Piepsen aufgehört(unter 500ppm)
und an der Brennkammertür wurden 700 Grad erreicht.
co nachprüfung1.jpg
Vielen Dank vom Bodensee für die Hilfe aus dem Forum
Wasp
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Re: CO-Messung

Beitrag von Stefan » Di 31. Okt 2017, 09:47

Saubere Arbeit und top Werte,
man kann sich da schon fragen ob es so viel teurer wäre den Kessel im Werk fertig zu bauen als das dem Kunden zu überlassen. ;)
wasp hat geschrieben:...ist bewiesen daß ein Vigas HV auch ohne Lufttrennung
die Grenzwerte locker schaffen kann.
Das verstehe ich nicht, Primär und Sekundärluft sind durch die Kulisse zwar nur in Abhängigkeit voneinander regelbar, aber damit trotzdem getrennt?
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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Re: CO-Messung

Beitrag von wasp » Mi 1. Nov 2017, 22:07

Ich meinte damit, das mit Lufttrennung durch 2 getrennte Ventilatoren theoretisch die Primär und Sekundärluft extra geregelt werden kann.
Das heißt wenn durch die Primärluft das Gemisch zu mager wird kann die Flammtronik den Ventilator- Luftstrom reduzieren bis es passt.
Bei der original Kulissensteuerung wird grundlegend davon ausgegangen das immer zuviel Holzgas vorhanden ist.
Dann können die beiden sekundär Luftlöcher bei voll geöffnetem Primärkanal das Gemisch magerer regeln.
Sollte aber das Gemisch zu mager sein hat die Kulisse keine Chance.

Durch einen Zusatzschieber kann man den maximalen primär Luftdurchsatz so reduzieren,das wieder fettes Gemisch vorhanden ist.
Ich habe den Zusatzluftschieber so ähnlich wie auf dem Bild ausgeführt und kann mit einem dünnem Drahtseil die Primärluft drosseln.
Wenn bei halbgeöffneter Sekundärluft der Sauerstoffgehalt ca 4% hat,kann den Rest der Lambdacheck ausregeln.
Kulisse_Zus_Blende_1.gif
Nachdem jeder Ofen einen andere Kaminhöhe hat , die Abgasbremsen und Turbolator verschieden sind,die Düse Original oder 8-10-12 Loch ist kann es mit der Originalkulisse nicht richtig funktionieren.

Grundlage ist meiner Erfahrung nach,daß der Sauerstoffgehalt angezeigt wird (Lambdacheck)
und die Brennkammertemperatur größer 600° ist.

So hat man die Möglichkeit jeden Tag aufs neue eine Feinabstimmung der Sekundärluft zu machen,und bald einen Mittelwert zu erreichen.
Das müssen die Lufttrenner aber auch machen(durch Luftblenden vor dem Ventilator)um ihr System in den Regelbereich zu bringen.

Sollte dann die Abgastemparatur nicht passen kann durch
andere Turbos, seiltiche Bremsen, Ketten usw.der maximale Luftdurchsatz beeinflusst werden.

So kann der Ofen, zumindest in der Hauptabbrandzeit optimal laufen,wie meine Messwerte beweisen.

Mit Lufttrennung und Flammtronik ist der Regelbereich größer und während der Hochheizphase und dem Ausbrand
die Messwerte noch besser.Alles ist eine Frage des Aufwandes und der persönlichen Bastelfreude.

Ich brauche keine Angst vor der Abgasmessung zu haben und heize jederzeit Umweltbewußt und effektiv.

Vielleicht gibt es ja mal eine Solarbayerversion bei der Friedrichs Erkenntnisse umgesetzt werden,
und ein Rüttler-Stahldüse-Lufttrennung-LSU 4.2 Lambdasonde-Brennkammertemparaturanzeige eingebaut sind.

Mit freundlichen Grüßen Wasp
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Re: CO-Messung

Beitrag von Stefan » Mi 1. Nov 2017, 23:53

Ach so war das gemeint.
Gehe mal davon aus dass man davon ausgeht ;) dass sich bei der Kulissenschieberei dir Primärluft durch die Luftverschiebung beim öffnen der Sekundärluft von selber reduziert.

Für so eine zusätzliche Blende um die Primärluft voreinstellen zu können muss man über sein Produkt nachdenken und dann würde die ja auch ein paar Cent kosten. Das kann man kaum erwarten. :rabbit1
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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