Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

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Pedro
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Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Mi 15. Apr 2020, 15:06

Hi allerseits,
ich betreibe seit ca. 15 Jahren einen modifizierten HV der Marke Unical zur vollsten Zufriedenheit, allerdings höre ich seit ca. 5 Wochen ein mir unbekanntes Geräusch im Holzvergaserkessel nach dem Abschalten des Gebläses. (kein Saugzuggebläse)
Ich beschreibe mal das Geräusch: Das Geräusch hört sich an, als ob langsam Luft aus dem Füllhals eines Luftballons entweicht, erst etwas stärker, dann langsam schwächer, es ist nicht laut aber deutlich wahrnehmbar. Ähnlich hören sich auch Pustegeräusche an, also, wenn man langsam mit geöffneten Lippen die Luft abbläst. Es ist kein knallartiges Geräusch sondern eher moderat, langsam strömend und dann schwächer werdend, bis es nicht mehr zu hören ist, dann allerdings wiederholt sich das Geräusch, das ganze passiert vielleicht so 10Mal hintereinander. Interessant ist auch, dass das Geräusch zeitverzögert nach dem Abschalten des Gebläses erstmalig auftritt, geschätzt so ca. 10sec nach dem Abschalten
Parallel dazu ist auch manchmal ein leichtes Siedegeräusch zu hören.
Zur Technik: Das Gebläse schaltet bei Erreichen der Abgastemperatur 220°C oder der Kesseltemperatur 58°C ab.
Der Kessel wird über einen Spirovent (seit ca. 1Jahr), davor manuell, entlüftet. Anlage ist dicht, Druck bei 1,5bar.
Variation mit der Rücklaufanhebung und der Drehzahl der Kesselumwälzpumpe haben nichts gebracht.
Hat jemand eine Idee, was das sein könnte? Ich kann das Gefährdungspotenzial auch nicht einschätzen, ist der Kessel stillzulegen?
Hat jemand hier einen heißen Draht zu einem Kesselhersteller, den ich kontaktieren könnte?
Danke fürs Mitdenken.
Gruß
Pedro
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Stefan
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Mi 15. Apr 2020, 20:35

Hallo Pedro,
wie ist denn die Umwälzpumpe angesteuert?
Schaltet die mit dem Lüfter ab?

Dann könnten es Siedegeräusche sein, das von dir beschriebene Geräusch kenne ich von Kesseln mit Kesselstein. Ist dann auch während des Abbrands da, nur hört man es kaum so lange der Lüfter läuft...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Do 16. Apr 2020, 08:41

Hallo Stefan,
Danke für deinen Input, die Umwälzpumpe des Kessels läuft immer und schaltet nicht ab. Es ist richtig, ich habe das Geräusch auch schon beim Hochheizen gehört. Man nimmt das Geräusch nicht so klar wahr, weil das Gebläse läuft, deshalb habe ich mit einem Stethoskop den Kessel abgehört und das Geräusch identifizieren können. Wie ist deine Einschätzung, kann ich mit dem Geräusch leben oder ist Gefahr in Verzug? Wie sinnvoll ist eine Entfernung des Kesselsteines? Was würdest du mir empfehlen?

Gruß
Pedro
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Do 16. Apr 2020, 12:02

Pedro hat geschrieben:
Do 16. Apr 2020, 08:41
die Umwälzpumpe des Kessels läuft immer und schaltet nicht ab.
Das kann ich mir jetzt nicht vorstellen, die zieht ja meist um die 80 Watt, das lässt man doch nicht unnötig durch laufen?

Ob sich Kesselstein bildet hängt davon ab mit was die Anlage befüllt wurde, (entmineralisiertes oder Leitungswasser welches Härtegrades?) wie die Umwälzung im Kessel ist (Pumpenleistung ausreichend, höchste Stufe) und ob konstruktiv "Hotspots" eingebaut wurden.

Beim Sturzbrandkessel sind gerne die unteren WT Flächen betroffen, wenn die Flächen dort nicht mehr plan sind wäre das ein eindeutiger Hinweis.

Mann kann dann den Kessel über einen längeren Zeitraum mit Amidosulfonsäure (gibt es z.B. bei Chemiediscount relativ günstig) spülen, aber eigentlich ist es dann schon zu spät weil der Stahl durch die Überhitzung massiv gelitten hat.

Wenn noch alles plan ist sollte das spülen kein Hexenwerk sein, Gartenpumpe, Baukübel, Kessel absperren, leer laufen lassen über das KFE unten am Kessel an die Pumpe hängen, für den Rücklauf kann z.B. der Entlüfter von der Sicherheitsgruppe ausgeschraubt werden...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Do 16. Apr 2020, 16:00

Hallo Stefan, die Kesselumwälzpumpe läuft tatsächlich immer, hat keine Abschaltbedingung, es ist eine Danfoss-Pumpe und läuft auf Stufe 2, ca. 38W.
Was meinst du mit "Planparallelität", welche Flächen sollen zueinander plan sein?
Ich beschreibe mal den Aufbau des Kessels:Im Schnitt sieht der Kessel aus wie ein symmetrisches Ei und ähnelt dem Atmos-Kessel der Serie DC, oben Ladekammer Holz, darunter Keramikplatte mit Langlochdüse und Sekundärlufteinspeisung, unterhalb der Keramikplatte die Brennkammer mit dem Wärmetauscher. Die Züge des Wärmetauschers sind dreieckig.
Welche Planparallelität gilt es zu überprüfen?
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Do 16. Apr 2020, 18:45

Nicht parallel, nur plan.
Wenn sich wasserseitig am Stahl Kesselstein gebildet hat wird dort kaum noch Wärme an das Wasser abgegeben.
Dann wird der Stahl dort zu heiß und wölbt sich. In den Zwischenraum dringt etwas Wasser ein und verdampft, das ergibt die Siedegeräusche.

Wenn also an den heißesten Stellen der Stahl noch eben und nicht verzogen ist kann man es mit Spülen versuchen...

Leicht undichte Schweißnähte können ähnliche Geräusche verursachen, aber dann läuft meist spätestens übern Sommer irgendwann die Brühe aus dem Kessel.
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Do 16. Apr 2020, 21:40

Aber das mit der Pumpe?
Die läuft wirklich immer?
Das solltest du ganz dringend mit so was für kleines Geld regeln.

Und die Pumpe dann auf höchster Stufe laufen lassen, spart immer noch viel Strom...
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Fr 17. Apr 2020, 09:27

Habe verstanden, Stefan, was du meinst, hier mal ein pic von dem WT.
Die gesamte Heizungsanlage ist Eigenbau, werde nun Vorlauf/ Rücklauf am HV demontieren und mir einen geeigneten Spülzyklus überlegen. Anschließend muß ja auch neutralisiert werden.
Die Modifizierung der Pumpe werde ich, so wie von dir vorgeschlagen, übernehmen.
Danke für deine Hilfe und Unterstützung.
Gruß
Pedro
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Fr 17. Apr 2020, 10:52

Hallo Pedro,
eigentlich hat jeder Kessel den ich kenne unten in der Nähe des Rücklaufs einen 1/2" Anschluss. Den Stopfen ersetzt man in der Regel durch ein KFE wenn der Kessel steht. Im Rücklauf sollte zwischen Kessel und Pumpe ein Schieber sein, sonnst könntest du die ja nicht tauschen ohne den Kessel abzulassen.
Die Seite sollte also keine weiteren Maßnahmen erfordern.

Vom Kesselvorlauf geht normalerweise die Sicherheitsgruppe ab, danach ist i.d.R. auch ein Schieber verbaut um den Kessel tauschen zu können ohne die ganze Anlage leeren zu müssen.

Falls deine Anlage nicht sehr abenteuerlich ist sollte sich der Aufwand also in Grenzen halten.

Neutralisiert habe ich nach dem spülen mit Amidosulfonsäure (keinen Entkalker auf Zitronensäurebasis verwenden!) noch nie, mit klarem Wasser 2 mal nachspülen und dann den pH Wert mit Lackmuspapier prüfen, das zweite Spülwasser ist i.d.R. schon neutral...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Fr 17. Apr 2020, 11:09

Stefan, wenn der Kessel nach der Spülaktion wieder mit Wasser befüllt wird, wie konditionierst du dieses Wasser? Leitungswasser pur ist Gift, wäre Regenwasser geeignet?
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Fr 17. Apr 2020, 12:57

Stefan,
noch ein paar Fragen:
Wie lange hast du gespült?
Gibt es eine Möglichkeit, zu bestimmen, ob aller Kesselstein aufgelöst worden ist, z. B an der Trübung des Spülwassers feststellbar?
Kann sich das Spülwasser mit dem gelösten Kesselstein sättigen, so dass keine Wirkung mehr vorhanden ist (das geht in die Richtung "Spülwasser wechseln)
Hast du das Spülwasser angewärmt.
Sorry, viele Fragen, ich schätze es, deinen Wissenspool anzuzapfen, Danke dir dafür.
Grüßle
Pedro
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Fr 17. Apr 2020, 13:12

Hier bei mir nehme ich Regenwasser aus der Zisterne, braucht meist etwas pH+,
sonst leihe ich mir von meinen Heizungsbauern ein Aufbereitungsgerät, allerdings dauert es damit ewig bis Pufferspeicher gefüllt sind...

Spülen so lange wie möglich, am besten über mehrere Tage die Pumpe alle paar Stunden ne Weile laufen lassen.
pH Wert gelegentlich prüfen, wird das Papier nicht mehr dunkelrot wieder Säure zugeben.
Bei höherer Temperatur gehts, wie bei allen chemischen Prozessen, schneller...
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » So 19. Apr 2020, 23:08

Pedro hat geschrieben:
Fr 17. Apr 2020, 12:57
Sorry, viele Fragen...
Kein Thema, dafür ist das Forum ja da. 8-)
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Mo 20. Apr 2020, 08:04

Guten Morgen Stefan,
ich werde dich über das Ergebniss der Kesselspülung informieren, es kann allerdings noch ein bischen dauern, denn vorerst muß ich mir die nötigen Bauteile wie Fässer und Pumpe besorgen. Desweiteren werde ich VL und RL vom Kessel mit Kugelhähnen absperrbar machen. Das ist eine Unterlassungssünde von mir, damals, vor ca. 30Jahren, als ich die Anlage geplant und gebaut habe, habe ich die Notwendigkeit nicht gesehen, heute würde ich es in einigen Punkten anders machen, das ist das Lehrgeld, das man zahlt. Ferner werde ich die Kesselumwälzpumpe abschaltbar ausführen, so wie von dir empfohlen.
Bis dahin wünsche ich dir alles Gute und bleib gesund.

Viele Grüße
Pedro
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Di 21. Apr 2020, 13:07

Hi Stefan,
der Chemiediscount empfiehlt eine Konzentration von 15gr Amidosulfonsäure pro Liter, das wäre eine 1,5%ige Lösung. Desweiteren gibt es vom Chemiediscount den Hinweis, dass in Entkalkern eine 10fach höhere Dosis an Amidosulfonsäure enthalten ist, sprich 150gr/l, also eine 15%ige Lösung.
Was empfiehlst du mir, mit welcher Konzentration soll ich starten? Erstmal mit 15gr/l, während der Spülung den Säureverzehr mit Lackmus kontrollieren und nach Bedarf Säure nachführen? Oder gleich mit einer 15%igen Lösung starten?
Noch eine Frage: ist es sinnvoll, das Kesselwasser über eine Pumpe mit vorgeschaltetem Filter abzupumpen und aufzufangen? Hat der Filter eine nennenswerte Reinigungsfunktion des Kesselwassers oder nur Pumpenschutz?
Beim Spülvorgang würde ich dann im Filter (es wäre ein Güde Wasserfilter, der ist transparent und ist bis 35°C temperaturstabil) beobachten können, ob sich große Kalkbrocken lösen (glaube ich ja eigentlich nicht, ich denke, der Kalk löst sich auf) und welcher Dreck sonst noch so aus dem Kessel mitkommt.
Als Pumpe habe ich mir die hier ausgesucht
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Gruß
Pedro
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Mi 22. Apr 2020, 00:24

Ich nehme 18g pro Liter und dosiere ggf. nach.
Mehr ist auch kein Problem, selbst beim heißentkalken kristallisiert die Amidosulfonsäure im Gegensatz zur Zitronensäure nicht aus.
Filter würde ich keine verwenden, außer halt dem üblichen groben Sieb vor der Pumpe. Magnetitschlamm setzt sich im Bottich / Kanister eh ab wenn du nicht ganz unten ansaugst...
Viel Erfolg!
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Do 23. Apr 2020, 12:19

Stefan,
ich brauche noch mal deine Einschätzung zum Thema Erwärmung. Ich stehe vor der Entscheidung, das Spülwasser bis max. 35°C zu erwärmen oder höher bis 60°C. Max. 35°C hätte den charmanten Vorteil, dass die Pumpe und der Filter dafür ausgelegt sind und alles integriert im Pumpengehäuse wäre (Einhell Gartenpumpe). Bei 60°C wird es technisch aufwendiger, natürlich auch machbar, ich muß alle Komponenten einzeln zusammenbauen und der Filter wäre ein echter Heißfilter (teuer), weil die Novax 20B keinen Filter hat.
Mein Gefühl sagt, dass eine Entkalkung bei 35°C schon mal schneller abläuft (vielleicht auch gründlicher?) als bei Keller-Umgebungtemperatur von vielleicht 18°C. Bei 60°C läuft die Entkalkung dann viel schneller ab, das wäre ein Vorteil. Jedoch, wenn man Zeit hat, sollte es auch bei 35°C gehen.
Kannst du das bestätigen?

Gruß
Pedro
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Helmut » Do 23. Apr 2020, 22:47

Pedro hat geschrieben:
Do 23. Apr 2020, 12:19
Stefan,
ich brauche noch mal deine Einschätzung zum Thema Erwärmung. Ich stehe vor der Entscheidung, das Spülwasser bis max. 35°C zu erwärmen oder höher bis 60°C. Max. 35°C hätte den charmanten Vorteil, dass die Pumpe und der Filter dafür ausgelegt sind und alles integriert im Pumpengehäuse wäre (Einhell Gartenpumpe). Bei 60°C wird es technisch aufwendiger, natürlich auch machbar, ich muß alle Komponenten einzeln zusammenbauen und der Filter wäre ein echter Heißfilter (teuer), weil die Novax 20B keinen Filter hat.
Mein Gefühl sagt, dass eine Entkalkung bei 35°C schon mal schneller abläuft (vielleicht auch gründlicher?) als bei Keller-Umgebungtemperatur von vielleicht 18°C. Bei 60°C läuft die Entkalkung dann viel schneller ab, das wäre ein Vorteil. Jedoch, wenn man Zeit hat, sollte es auch bei 35°C gehen.
Kannst du das bestätigen?

Gruß
Pedro
Warum eigentlich nicht Kessel füllen, etwas aufheizen und einwirken lassen und dann spülen? So wie bei jedem Wasserkocher?
mfg
Helmut

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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Stefan » Do 23. Apr 2020, 23:28

Hab das noch nie gemacht, denke aber man kann im HV durchaus ein paar Scheite bei offener Anheizklappe abbrennen kann um mit ca. 40° Kesseltemperatur das Ganze zu beschleunigen.
Aber auf keinen Fall im Vergaserbetrieb laufen lassen, das würde die Hotspots so aufheizen dass die Säure dort wo sie wirken soll gar nicht hin kommt.

Filter würde ich außer einem Grobsieb zum Schutz der Pumpe keine verwenden, die Säure löst das Kalkgerüst des Kesselsteins, Magnetite die am Kesselboden liegen bleiben bleiben auch nach dem Spülen dort oder werden sukzessive in die Pufferböden befördert.
Falls schon Hocheffizienzpumpen verbaut sind kann man einen Magnet (von nem alten Lautsprecher oder so) in den Kübel legen und gelegentlich sauber machen. Der verstopft jedenfalls nicht wie ein Filter...
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Re: Geräusch im HV-Kessel nach dem Abschalten des Gebläses

Beitrag von Pedro » Fr 24. Apr 2020, 08:52

Okay, Stefan, verstanden, aufheizen auf ca. 35°C ohne Vergaserbetrieb, die Spülpumpe sporadisch laufen lassen, dass sich der Kessel schön gleichmäßig aufheizt. Helmut, die Spülpumpe sehe ich als notwendig an, damit sich ein Konzentrationsausgleich einstellt und immer frische Säure an den Kesselstein gespült wird. Um den Kesselstein herum verzehrt sich die Säure und das muß ausgeglichen werden.
Stefan, die Idee mit dem Magneten ist gut, ich werde den Magneten in den Filter der Pumpe legen.
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