HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

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Bergstrom
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HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von Bergstrom » Mo 23. Dez 2019, 18:55

ein vorweihnachtliches Hallo an die Gemeinschaft.

Besonders an die HKS-Benutzer mit Druckgebläsekessel folgende Frage:

Wie gut habt Ihr die Abdichtung des Bowdenzugs in den Füllraum zur Betätigung hinbekommen?

Welche Stärke des Zuges wird benötigt?

Wieviel Hubweg habt Ihr vorgesehen?

Warum interessiert mich das erst jetzt? Weil ich bislang sehr gut ohne auskam, bis der Preisverfall bzw. die kostenlosen Angebote für Nadelholz mich dazu zwingen, eben dieses Holz zu verheizen. Aber trotz erheblicher Luftmengen-(Leistungs-)reduzierung muß ich ein bis zweimal pro Abbrand stochern.
Obwohl ich ein zusätzliches Absauggebläse im Rauchrohr und eins über dem Kessel habe ist der Rauch- und sogar Flammaustritt unerträglich, manchmal Flammen bis zur Decke.

Ich bin heiß auf Eure Info´s.

Frohe Weihnacht!
Gruß Edmund
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friedrich
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von friedrich » Do 26. Dez 2019, 10:06

Hallo Bergstrom,

Zu Deinem Fragen:

1. Abdichtung:

Bei mir habe ich eine 2 mm Bohrung gemacht. - rechts und links am Kessel;
Die Betätigung geht über einen 1,6 mm Edelstahl-Bowdenzug - vom Fahrradladen;

Die Abdichtung ergibt sich von alleine, durch den Teer im Vergasungsraum, wird das immer wieder dicht;

Hier siehst Du die beiden Bowdenzüge, die seitlich (rechts und links) in den Kessel gehen,
IMG_1750.JPG
2. Hub:

Mein Linearantrieb hat 30 mm Hub.
Die Rüttlerzangen machen ca. 40 mm Hub an der Unterseite;

Wünsch Dir ebenfalls frohe Weihnachten.
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von Bergstrom » Di 31. Dez 2019, 12:56

Hallo Friedrich,

Danke für die Info. Hatte mir im alten Forum den seeehr langen Fred "HVS 25 E geht .... wird modifiziert" angesehen. Dabei hatte ich Zweifel, daß die Seele des Zuges in der Spirale freigängig bleibt. Eigentlich müßte sie ja durch das Teerkondensat festkleben??? Oder wird sie nach dem Anheizen durch die steigende Temperatur wieder freigängig.

Weitere Frage: Im Beitrag # 65655 vom 30.12.2012 ist ein Foto des Rüttlers. Bei der Version ist der Drehpunkt unten, bei Deiner jetzigen ist er oben (wenn ich das alles richtig erkenne). Welche Version funktioniert besser?

Letzte Frage: Mit welcher Hubgeschwindigkeit fährst Du?

Guten Rutsch wünscht Dir und @all
Edmund
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von friedrich » Di 31. Dez 2019, 13:47

Bergstrom hat geschrieben:
Di 31. Dez 2019, 12:56
Hallo Friedrich,

Danke für die Info. Hatte mir im alten Forum den seeehr langen Fred "HVS 25 E geht .... wird modifiziert" angesehen. Dabei hatte ich Zweifel, daß die Seele des Zuges in der Spirale freigängig bleibt. Eigentlich müßte sie ja durch das Teerkondensat festkleben??? Oder wird sie nach dem Anheizen durch die steigende Temperatur wieder freigängig.

Weitere Frage: Im Beitrag # 65655 vom 30.12.2012 ist ein Foto des Rüttlers. Bei der Version ist der Drehpunkt unten, bei Deiner jetzigen ist er oben (wenn ich das alles richtig erkenne). Welche Version funktioniert besser?

Letzte Frage: Mit welcher Hubgeschwindigkeit fährst Du?

Guten Rutsch wünscht Dir und @all
Edmund
Hallo Edmung,

Zu Deinen Fragen:

Der Bowdenzug wird kaum verklebt, falls doch, dann wird das durch die Hitze wieder leichtgängig.

Der Drehpunkt für die Rüttler ist oben, wie auf dem letzen Bild;
Beim Vigas Kessel sind da ab Werk pro Seite zwei Gewinde M8 vorhanden, die wurden zu Befestigung der Rüttler benutzt.

Hubgeschwindigkeit: Das läuft relativ langsam bei mir - ca. 2 Sekunden für einen Hub;
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von Bergstrom » Mo 6. Jan 2020, 19:12

Hallo Friedrich,

danke für die Info´s.

Bei meinem Kessel sind oben im hinteren Bereich leider keine Befestigungsmöglichkeiten in der Seiten-/Rückwand, welche ja wasserführend sind. Deswegen möchte ich dort nicht schweißen. Trotzdem habe ich mich für den obigen Drehpunkt entschieden, weil ein unterer Drehpunkt ja im Bereich vom Glutbett liegt. Folgen ja logisch: im Drehpunkt Verziehen, Verdrehen, Verklemmen, hab´ich was vergessen?
Vorne im Kessel kann ich die Seitenwände der Einfüllöffnung zur Aufhängung nutzen, und hinten vor der Rückwand mit Schrägstreben das Rohr der Anheizklappe.

Die Durchführungen der Züge und Abdichtung leuchtet mir ein. Aber???: Wird die Rückstellung der beiden Klappen durch die Schwerkraft der Klappen und das Gewicht der Kohle zuverlässig bewerkstelligt?

Hast Du starre Seelen oder welche aus Litze?

Meine Hoffnung wächst, daß auch mein Kessel ohne händisches Stochern mit Fichte klarkommt, vielleicht sogar wieder mit höherer Leistung.
Gruß Edmund
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von friedrich » Mo 6. Jan 2020, 20:24

Bergstrom hat geschrieben:
Mo 6. Jan 2020, 19:12

Die Durchführungen der Züge und Abdichtung leuchtet mir ein. Aber???: Wird die Rückstellung der beiden Klappen durch die Schwerkraft der Klappen und das Gewicht der Kohle zuverlässig bewerkstelligt?

Hast Du starre Seelen oder welche aus Litze?

Meine Hoffnung wächst, daß auch mein Kessel ohne händisches Stochern mit Fichte klarkommt, vielleicht sogar wieder mit höherer Leistung.
Zu Deinen Fragen:

Die Rückstellung der beiden Klappen erfolgt über Schwerkraft und auch über das Holz bzw. die Kohle.
Es kommt immer wieder vor, daß die Klappen nicht in Grundstellung zurückfahren.
Das ist aber kein Problem, da dann das Holz ohnehin einen Luftraum hat, oder die Glut bereits ein Minimum erreicht hat.
Beim Nachlegen die Klappen wieder in Grundstellung bringen.

Ich habe eine Edelstahl-Litze im Bowdenzug. Bekommt man in jedem Fahrradladen.

Buche zu verheizen ist an problemlosigkeit nicht zu überbieten.
Fichte oder Kiefer zu verheizen, ist ohne Hohlbrand unmöglich, wenn man kein HKS hat.
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von Bergstrom » Mi 22. Apr 2020, 15:50

Hallo an die HKS-Gemeinschaft.

Ich fange jetzt endlich mit der HKS-Vorrichtung an.

Frage: Welchen Abstand von der Oberkante Düse bis zur Unterkante Rüttler habt Ihr gelassen, und wie schnell ist bei Euch der Rüttler unten verbrannt?

Bleibt gesund!
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von Bergstrom » Fr 24. Apr 2020, 19:02

Niemand hier, der mir Info geben kann?

Bleibt gesund!
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Re: HKS-Rüttler im Druckgebläsekessel

Beitrag von Stefan » Fr 24. Apr 2020, 21:07

Friedrich hatte 8 cm Abstand zum Füllraumboden,
wie lange die Zangen halten kann ich aber nicht sagen...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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