Project Solaranlage

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jostmario
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Project Solaranlage

Beitrag #21712 von jostmario » Mi 27. Mär 2019, 18:36

Hallo Jungs,

möchte mir eine kleine Guerilla Solaranlage installieren um meine idle Grundlast von ca. 400 Watt etwas abzudecken.
Habe mir 2 gebrauchte Wechselrichter Mastervolt XS4300 gekauft und dann festgestellt das ich schon mindestens 10 Module benötige das dieser überhaupt anläuft.
Jetzt schaue ich gerade in alle Richtungen und habe gestern mit einem netten Herren telefoniert der mir ein Angebot gemacht hat.
Da ich Ost / West dach habe möchte ich Aktuell ein paar Panels aufs Ostdach packen und später dann aufs Westdach ebenfalls.
Der Angebotene WR hätte zwei MPP Tracker für beide dachseiten später.

Habe jetzt ein Angebiot
mit einem Wechselrichter von INVT mit diesen Daten:
DC - Technische Daten
Nennleistung DC: 3,3 kW
Max Leistung DC: 3,3 kW
Nennspannung DC: 600,0 V
Max Spannung DC: 550,0 V
Nennstrom DC: 20,0 A
MaxStrom DC: 20,0 A
MPP-Bereich DC: 120 V bis 550 V
Anzahl DC-Eingänge: 1
Anzahl MPP-Regler: 2
AC - Technische Daten
Nennleistung AC: 3 kW
MaxLeistung AC: kW
Nennstrom AC: 14 A
Maxstrom AC: A
Anzahl Einspeisephasen:
Wirkungsgrad: 97,6 %
VDEW-konform: true
Schutzklasse:
Schutzart: IP65

und 1375 Watt an gebrauchten Panels

Wenn ich nach diesen Daten goolge scheint es ja dieser WR zu sein
https://www.ebay.de/itm/Wechselrichter- ... 07653?var=

Preis wäre dann 1040 € inkl versand.
Was meint ihr ?

Gruß Josty
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21714 von friedrich » Mi 27. Mär 2019, 22:38

Hallo Josty,

Stell die Anlage einmal im PV-Forum vor. Da gibt es genug Profis, die Dir sofort etwas dazu sagen.
Als ich 2013 meine Anlage gebaut habe, habe ich das genauso gemacht. - war extrem hilfreich.

Meiner Meinung nach ist Dein Wechselrichter viel zu groß, für Deine geplante Modul-Leistung.
Warum machst Du die Modulfläche so klein?
Ich würde das maximal Mögliche realisieren. Kostet fast nichts mehr...

Da Du einspeißt, mußt Du ohnehin den kompletten Papierkrieg machen.
(Anmeldung im Melderegister, Umsatzsteuer, Einnahmenüberschußrechnung...auf die Kleinunternehmerregelung
verzichten??....Einspeißemanagement... Zweirichtungszähler einbauen...)
Damit mußt Du Dich beschäftigen...

Damit das ganze auch etwas bringt, solltest Du in der Lage sein, Deine Einkommensteuererklärung selbst zu machen.
Sonst ist der Ertrag beim Steuerberater.
Da gibt es jeder Jahr zum Jahresende ein Steuerprogramm bei Aldi für 4,99.- Euro, das hat eine Elster-Anbindung.

Du bist als Betreiber einer PV-Anlage verpflichtet mittel "Elster" Deine Steuererklärung zu machen....

mfg friedrich
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21716 von jostmario » Do 28. Mär 2019, 00:25

Hallo,

ja das möchte ich ja genau umgehen deshalb ja nur eine kleine Steckdosenanlage.

Gruß Josty
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21717 von Stefan » Do 28. Mär 2019, 10:12

jostmario hat geschrieben:...nur eine kleine Steckdosenanlage.


Dafür ist der WR aber viel zu groß.
In anderen europäischen Ländern ist man da weiter als bei uns und hat schon Bagatellgrenzen festgelegt. Aber die liegen zwischen 200W (Portugal) über 600W (AT) bis 1kW (Schweiz).

Bei uns agitieren und lobbyieren die Netzbetreiber wie blöd, eine Bagatellgrenze von über 400W wird bei uns kaum kommen.
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

Orlan 40 kW Holzvergaser, 4k Puffer, 10 qm Solar Flachkollektor, 2 PV Anlagen zusammen 107 kwp, Eigenbau- Frischwasserstation, bisher kein Backup, BHKW in Planung.

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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21719 von jostmario » Do 28. Mär 2019, 13:15

Hallo Stefan,

Ja der WR ist etwas größer dimensioniert hat aber 2 MPP Tracker und kann später mein Westdach direkt mit ankoppeln.
Werd die fünf Platten ja erst mal aufs Ost Dach montieren.
und versuchen den Strom direkt selbst zu verbrauchen ohne einzuspeisen.
Zur Not Puffer oder Pool mit Heizstab beheizen.
Überlege grad wie ich das realisieren kann.
Messe ja meinen Strom der reinkommt mit Fhem wenn ich jetzt den Srtom messe den der WR Produziert weis ich ja die differenz und sollte es zu viel sein dann eben einen Heizstab zuschalten.
So der Plan........ :Paniki

Gruß Josty
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21720 von Reiner.E » Do 28. Mär 2019, 13:49

Hallo Josty,

das was bei uns kommen soll (VDE Richtlinie) wie in A und NL ist bis 600Wp aber Festangeschlossen oder spezielle Steckdose und das was du da Planst ist eine normale PV Anlage.

Sonnige Grüße Reiner
PS habe selber eine mit zwei 300Wp Module mit Microwechselrichter
ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit der UVR16x2
3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O45 CAN-MTX2 und CMI
DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21723 von 02pete » So 31. Mär 2019, 21:14

Hallo Friedrich,
Du schreibst :
Du bist als Betreiber einer PV-Anlage verpflichtet mittel "Elster" Deine Steuererklärung zu machen....

Sehe ich das richtig: nur wenn man einspeist. Für den Eigenverbrauch sind max. 9,9 kwp pro ANWESEN frei?
MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser mit 115 Liter Füllraum (= max. 31 kg Fichte). Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher

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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21724 von Mathias » So 31. Mär 2019, 22:59

02pete hat geschrieben:Hallo Friedrich,
Du schreibst :
Du bist als Betreiber einer PV-Anlage verpflichtet mittel "Elster" Deine Steuererklärung zu machen....

Sehe ich das richtig: nur wenn man einspeist. Für den Eigenverbrauch sind max. 9,9 kwp pro ANWESEN frei?


Dabei geht es um die eeg umlage.
2019 sind das ca. 6,41 cent/kWh.
Für Anlagen größer 10 kwp sind davon 40%.
Also in etwa 3 Cent pro kWh.
Grüße
Mattes

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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21725 von friedrich » Mo 1. Apr 2019, 11:15

02pete hat geschrieben:Hallo Friedrich,
Du schreibst :
Du bist als Betreiber einer PV-Anlage verpflichtet mittel "Elster" Deine Steuererklärung zu machen....

Sehe ich das richtig: nur wenn man einspeist. Für den Eigenverbrauch sind max. 9,9 kwp pro ANWESEN frei?


Wenn Du in das öffentliche Netz einspeißt, dann bist Du Unternehmer.
Als Unternehmer bist Du verpflichtet, die Steuererklärung mit "Elster" zu machen.

Das gilt für die Einkommensteuererklärung, hinzu kommt für den Betreiber einer PV-Anlage die zugehörige Umsatzsteuererklärung und eine sog. Einnahmenüberschußrechnung.
Das gilt generell und hat nichts mit der Leistung der PV-Anlage zu tun.

mfg friedrich
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21726 von friedrich » Mo 1. Apr 2019, 19:05

Übrigens, jetzt gibt es was ganz Neues ....?
Eine sog. Strom-Cloud.

Ein Energieversorger baut auf mein Hausdach eine PV-Anlage und einen zugehörigen Speicher im Haus auf. (die Kosten trägt der Energieversorger)
Man bezahlt eine monatliche Grundgebühr, abhängig vom Strom-Eigenbedarf.
Der Überschußstrom der PV-Anlage kommt in die Cloud.
Am Jahresende wird abgerechnet.

Ob sich das lohnt? - kommt drauf an? :)

mfg friedrich
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21727 von 02pete » Mo 1. Apr 2019, 21:40

Guten Abend Mathias, guen Abend Friedrich,
da ich mich anscheinend missverständlich ausdrückte muss ich nachlegen:
kein Energieversorger baut eine PV Anlage auf mein Dach. Ich alleine baue eine PV Anlage auf mein Dach, ohne jede Förderung, Einspeisung oder irgendwas. Ich gebe auch keine elektrische Energie an jemanden ab.
In diesem Zusammenhang las ich, dass in diesem Falle der Ertrag einer PV Anlage unter 10 kwp steuerfrei sei. Über 10 kwp wird Unternehmereigenschaft unterstellt und es werden somit Steuern mit allen Folgen fällig.
Kennt ihr euch mit dieser Materie aus?
MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser mit 115 Liter Füllraum (= max. 31 kg Fichte). Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher

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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21728 von friedrich » Mo 1. Apr 2019, 23:05

02pete hat geschrieben:Guten Abend Mathias, guen Abend Friedrich,
da ich mich anscheinend missverständlich ausdrückte muss ich nachlegen:
kein Energieversorger baut eine PV Anlage auf mein Dach. Ich alleine baue eine PV Anlage auf mein Dach, ohne jede Förderung, Einspeisung oder irgendwas. Ich gebe auch keine elektrische Energie an jemanden ab.
In diesem Zusammenhang las ich, dass in diesem Falle der Ertrag einer PV Anlage unter 10 kwp steuerfrei sei. Über 10 kwp wird Unternehmereigenschaft unterstellt und es werden somit Steuern mit allen Folgen fällig.
Kennt ihr euch mit dieser Materie aus?


Hallo Peter,

Wenn Du keinen Strom ins Netz einspeißt, dann betreibst Du eine sog. Inselanlage.
In diesem Fall kannst Du auch 100 Kwp bauen.
Das ist dann Dein Privatvergnügen.
Weshalb sollst Du dann Steuern zahlen. Du verkauft doch keinen Strom; - Dann bist Du auch kein Unternehmer;

Aber:

Ich habe nur eine kleine 7.6 Kwp-Anlage.
Ich kann höchstens 20 % des erzeugten Stroms selbst verbrauchen.
Die restlichen 80 % muß ich einspeißen, da ich dafür keine Verwendung habe.
Zumindest momentan ... auch mit dem E-Auto werde ich es nicht schaffen die restlichen 80 % zu verbrauchen.

Mit einem Speicher könnte man das evtl. optimieren, aber auch dann ist es zur Zeit noch nicht wirtschaftlich.

Wenn Du jedoch 10 Kwp immer sinnvoll verwenden kannst, dann brauchst Du keine Netzanbindung.
Eine 10 Kwp Anlage macht ca. 10 000 KWh Strom im Jahr;

Der Strom fällt jedoch sehr unregelmäßig an: (am Tag bei Sonnenschein, in bestimmten Monaten...)
Nachts ist null Strom vorhanden;
Von Dezember bis März ist auch wenig Strom vorhanden...
Das ist das Problem aller PV-Anlagenbetreiber.


mfg friedrich
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21729 von Sundancer » Di 2. Apr 2019, 05:18

Hallo zusammen,

dazu hätte ich eine Frage:
Kann man denn seine Überschüssen einspeisen, ohne eine Vergütung dafür zu bekommen?
Man würde es praktisch verschenken, hätte aber keine Einnahmen und müsste den ganzen Steuerkram nicht machen.
Bei kleinen Anlagen wäre das doch eine Überlegung, oder?

Klärt mich mal bitte auf...

Gruß Yves
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21730 von friedrich » Di 2. Apr 2019, 11:28

Sundancer hat geschrieben:Hallo zusammen,

dazu hätte ich eine Frage:
Kann man denn seine Überschüssen einspeisen, ohne eine Vergütung dafür zu bekommen?
Man würde es praktisch verschenken, hätte aber keine Einnahmen und müsste den ganzen Steuerkram nicht machen.
Bei kleinen Anlagen wäre das doch eine Überlegung, oder?

Klärt mich mal bitte auf...

Gruß Yves


Nein geht nicht;
Warum:
Du speißt immer dann ein, wenn ohnehin genug Strom vorhanden ist.
Dann wird der Strom verschenkt, oder Deutschland zahlt 1,5 Cent/KWh damit den Strom das Ausland überhaupt abnimmt.

Das ist ja das generelle Problem bei der PV-Stromerzeugung, - die ungleichmäßige Produktion.

Deshalb muß man auch ein sog. Einspeißemanagement beachten.
Da gibt es drei Versionen:
70 % hart,
70 % weich
oder mittels Rundsteuerempfänger;
Auf die Details will ich hier weiter nicht eingehen;

Beispiel Dänemark:
Hier hat man viel Windstrom.
Der Wind bläßt auch nachts. - Nachts gibts also Strom in Überfluß;
Was macht man hier mit dem Überschuß an Strom?

Alle E-Autos können Nachts zum Nulltarif geladen werden.
Deshalb sind dort die gebrauchten Teslas mit Zeitschaltuhr sehr gefragt.

mfg friedrich
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21731 von Mathias » Di 2. Apr 2019, 12:17

Für eine inselanlage möglicherweise interessant :

https://stornetic.com/index_de.html

Ein Prototyp von Siemens brachte bei 9000 Umdrehungen immerhin 125 kW Strom.
Grüße
Mattes

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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21732 von Mathias » Di 2. Apr 2019, 16:20

friedrich hat geschrieben:Übrigens, jetzt gibt es was ganz Neues ....?
Eine sog. Strom-Cloud.

Ein Energieversorger baut auf mein Hausdach eine PV-Anlage und einen zugehörigen Speicher im Haus auf. (die Kosten trägt der Energieversorger)
Man bezahlt eine monatliche Grundgebühr, abhängig vom Strom-Eigenbedarf.
Der Überschußstrom der PV-Anlage kommt in die Cloud.
Am Jahresende wird abgerechnet.

Ob sich das lohnt? - kommt drauf an? :)

mfg friedrich


Hab es eben au h bei unserer Stadtwerke gelesen.

Nur konkrete Zahlen finde ich da nirgendwo.

Einen festen Betrag pro Monat... aber nichts planbares.
Grüße
Mattes

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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21733 von Sundancer » Di 2. Apr 2019, 19:48

friedrich hat geschrieben:Nein geht nicht;
Warum:
Du speißt immer dann ein, wenn ohnehin genug Strom vorhanden ist.
Dann wird der Strom verschenkt, oder Deutschland zahlt 1,5 Cent/KWh damit den Strom das Ausland überhaupt abnimmt.

Das ist ja das generelle Problem bei der PV-Stromerzeugung, - die ungleichmäßige Produktion.

...



Hallo Friedrich,

danke für die Erklärung. Ist schade, aber leuchtet ein :)
Es wäre auch zu schön, wenn es einfach wäre.
Gibt es Ideen/Konzepte wie man Überschüsse anders "vernichten" kann?
(ausser mit einem Heizstab den Puffer zu erwärmen)

Gruß Yves
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21734 von 02pete » Di 2. Apr 2019, 21:17

Guten Abend Friedrich,
danke für die Antwort
Weshalb sollst Du dann Steuern zahlen. Du verkauft doch keinen Strom; - Dann bist Du auch kein Unternehmer;

Das mit 9,9 m² steuerfrei pro ANWESEN hatte ich mal wo gelesen und dachte der Moloch Fiskus will da schon wieder partizipieren (steuerfreie Energie - das geht doch garnicht).
MfG
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21736 von friedrich » Di 2. Apr 2019, 21:55

Sundancer hat geschrieben:
Hallo Friedrich,

Gibt es Ideen/Konzepte wie man Überschüsse anders "vernichten" kann?
(ausser mit einem Heizstab den Puffer zu erwärmen)

Gruß Yves


Hallo Yves,

Kauf Dir ein leistungsstarkes E-Auto.
Momentan verheize ich 200 KWh/Woche, da ich ca. 1000 km fahre.
Macht viel Spaß.
Ist unvorstellbar - auch ehemals verbrennerorientierte Motorheads sind nach kurzer Zeit begeistert.

3,4 Sekunden von Null auf Hundert im E-Auto - Porsche sind langweilig;

mfg friedrich
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Re: Project Solaranlage

Beitrag #21737 von Sundancer » Mi 3. Apr 2019, 05:40

friedrich hat geschrieben:Hallo Yves,

Kauf Dir ein leistungsstarkes E-Auto.
Momentan verheize ich 200 KWh/Woche, da ich ca. 1000 km fahre.
Macht viel Spaß.
Ist unvorstellbar - auch ehemals verbrennerorientierte Motorheads sind nach kurzer Zeit begeistert.

3,4 Sekunden von Null auf Hundert im E-Auto - Porsche sind langweilig;

mfg friedrich


Jo... das glaube ich dir gerne. :Klatsch
Leider kann ich ein E-Auto nicht selbst bauen. Und die 20-40 t€ für so ein Spassmobil habe ich leider nicht :-(

So richtig passt das ja auch nicht in das Überschuss-Konzept, denn dann müsste man ja tagsüber laden und nachts fahren :D

Gruß Yves
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