HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

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ice77
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HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20966 von ice77 » So 30. Dez 2018, 23:35

Moin Männer,

gestern war es soweit - ich hab mich mal an die Reinigung vom Kessel gemacht und hab mir die Schamottsteine nochmal angeschaut. Was ich gesehen hab, hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Steine waren bei genauerer Betrachtung verschoben, warum auch immer das passiert. Hinter den einzelnen Steinen hatte sich Asche angereichert. Das hab ich mal zum Anlass genommen, die Steine rauszunehmen und mit einem Handfeger zu reinigen.

Die Steine sind z.T. einfach durchgebrochen. Die unterste Reihe hab ich stehen gelassen, da ich Zweifel hatte ob sie mir nicht beim raus heben zu Staub zerfallen :) und ich dann den Kessel nicht mehr anwerfen kann.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Hier erstmal von der Demontage

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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20967 von ice77 » So 30. Dez 2018, 23:36

weiter gehts mit der Bilderdoku

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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20968 von ice77 » So 30. Dez 2018, 23:43

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Sorgen macht mir der Rost hinter den Wärmeschutzmatten. Wie kann sich hier Rost bilden? Da ist doch überhaupt keine Feuchtigkeit drin. Ob es da wirklich über den Sommer vor sich hin gammelt? Erschreckend, dass so ein hochpreisiger Kessel bei weit unter 6k Brennstunden schon so aussieht.

Ich hab ihn jetzt mal vorsichtshalber von 40KW auf 30KW Leistung reduziert. Sicher ist sicher. Das kostet mich mehr Strom, da dieser unsägliche Lüfter dann noch länger läuft, aber sicher ist sicher. Wenn der Kessel dadurch länger am Leben bleibt, solls mir recht sein.

Die Brennkammer hab ich wieder zusammengepfriemelt - ab schön ist wohl anders.

Wie ist eure Meinung zu den Steinen. Gehen die noch oder muss zwingend kurzfristig eine neue Brennkammer rein?

Paps meinte - man könnte die Brennkammer mit Schamottmörtel flicken und so wieder fitt machen.

Hier sind ja einige Bastler unterwegs... ggf. bekommt man ja eine kostengünstige Lösung hin.

Bei HDG hab ich gehört kostet ein Satz Schamottsteine >= 400 Euro ohne Fracht (und MwSt?). Müsste mal in Massing anrufen und es mir genau durchgeben lassen.

Für den nächsten Sommer muss ich mir einen Automatismus bauen, der den Kessel 2x am Tag mit heissem Wasser spült. Ggf ist das ja schon eine Lösung gegen das Rostproblem an den WT.
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20969 von René » So 30. Dez 2018, 23:44

Nicht schön bei so einem Kessel. Vom Polenschrott sind wir das ja gewöhnt. Aber HDG? Hast du deinen Lieferanten schon angemailt mit den Bildern? Bin gespannt was die dazu sagen.
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20970 von ice77 » So 30. Dez 2018, 23:51

Ne - hab da in der Richtung noch nix unternommen. Neu ist er ja mittlerweile nicht mehr. Was soll mir da HDG schon sagen? Der Hersteller wird sich wie immer raus reden.

An der Rücklaufanhebung kann es nicht liegen, da ich dem HV kein kaltes Wasser in die Rücklaufanhebung gebe, sondern zumindest schon mal das Temperaturniveau der Hochtemperaturkreislaufes. Der liegt Abends oft zwischen 46 und 55 Grad. Extra die VL Temp des HT Kreislaufs hochdrehen wie früher, um mehr kaltes Wasser für die Solaranlage übrig zu lassen - den Stress geb ich mir nicht mehr, weils aktuell keinen Sinn hat. Es kommt vom Himmel sowieso nix runter und ich erwärme aktuell von den 6.000l eh maximal nur 3-3,5k Liter. Daher wäre genug kalte Brühe für die Solaranlage vorhanden, wenn Sie denn mal die Chance bekäme was zu tun.
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20971 von Stefan » Mo 31. Dez 2018, 01:39

Derbe Sache,
vor allem weil das wohl konstruktiv bedingt ist.
Beim anfeuern ist der Kessel ja meist unterhalb des Taupunktes, zumindest wenn er mit ausreichend Puffer betrieben wird.
Der Dampf aus der ersten Hälfte des Abbrands gelangt überall hin, auch problemlos hinter die Steine.
Die Wärmeschutzmatten dort dürften sich ordentlich voll saugen. Da ist die wasserführende Kesselwand, bei maximal 85° C verdampft dort nichts, lediglich eine Verdunstung wäre möglich. Die findet vermutlich auch statt, aber wohl nicht in ausreichendem Ausmaß oder zumindest nicht schnell genug.
Also bleibt das aggressive Kondensat aus dem Rauchgas erst mal in den Matten gespeichert und kann bei steigender Temperatur sein "Werk" am Stahl des Kessels um so besser verrichten. :Brenn
Über die Heizpausen im Sommer dürften die Matten, sofern sie feucht werden, einen ähnlich positiven :hammerle Effekt auf die Korrosion haben.
Wäre es mein Kessel würde ich die Wärmeschutzmatten vermutlich raus schmeißen...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20972 von ice77 » Mo 31. Dez 2018, 02:48

Stefan hat geschrieben:Derbe Sache,
vor allem weil das wohl konstruktiv bedingt ist.
Beim anfeuern ist der Kessel ja meist unterhalb des Taupunktes, zumindest wenn er mit ausreichend Puffer betrieben wird.
...

Der Kessel hat eine Mischergesteuerte Rücklaufanhebung, welche ja beim Anfeuern geschlossen ist. Daher hat er bis er auf Temperatur ist keinen "Feindkontakt" in Form von kaltem Pufferwasser und läuft auf sich selbst. Das kann das Problem eigentlich nicht sein. Ausserdem läuft er bei mir schon immer am Heizkreis als versorgende Leitung. Da ist das Wasser über das 5MG gezogen nie unter 45 Grad kalt. Er bekommt somit schon bei mir nicht das ganz kalte Wasser vom Pufferboden - so wie vom Hersteller ja vorgeschlagen. Bis vor kurzem hab ich extra die VL Temp auf 65 Grad angehoben vor dem Abbrand, um das kalte Wasser für die Solaranlage aufzusparen ...

Ausserdem versuche ja schon so gut es geht den Kessel zu schonen. Sofern die Puffer warmes Wasser haben, spüle ich den Kessel mit heissem Wasser vor. Unter 55/60 Grad Kesseltemperatur startet er selten, nur wie ein rohes Ei möchte ich die Mühle auch nicht behandeln und mehr kann man als "Enduser" auch nicht tun, ohne soweit zu gehen, etwas konstruktiv am Kessel zu verändern.

Wenn es ein konstruktives Problem ist mit diesen Matten, dann sollte es doch ein klärendes Gespräch mit HDG geben müssen, oder? Ich würde aber was drauf wetten, dass die jegliche Schuld von sich weisen.

Wenn ich die Matten gegen dünne, zusätzliche Schamottsteine austauschen würde... bringt das was? Die würden zumindest die Feuchtigkeit aufnehmen und kontrolliert beim Ausbrand wieder abgeben. Kann mir nicht vorstellen, dass Schamott nach dem Kohleausbrand, der ja trocken ist, die Feuchtigkeit behält und den Kessel weiter gammeln lässt.

Kann ich an dieser Stelle etwas als Korrosionsschutz aufbringen? Z.b. die rote Grundierung, welche als Rostschutz bei T-Trägern aufgestrichen wird? Ehrlich gesagt, kann ich mir aber nicht vorstellen, dass die Farbe/Rostschutzanstrich die Temperaturen aushalten wird. Die Farbe hätte ich da und es kostet mich nichts... aber gefühlt wirds in die Hose gehen.
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20973 von Schradt » Mo 31. Dez 2018, 10:06

Ich vermute mal, die Steine sollte man drin lassen, bis sie auseinander fallen (zerbröseln). Jedenfalls hat man mir bei der Inbetriebnahme geraten, nur unten hinter der Düse vorsichtig mit einem Staubsauger zu reinigen und die oberen Steine gar nicht zu reinigen. Die Asche dahinter sehe ich eher als Vorteil.

Das mit dem Rost dahinter sehe ich nicht ganz so kritisch. Im Sommer habe ich auch schon Rost im Wärmetauscher hinter der Flugasche gesehen, aber nichts was tief ins Blech ging. Was mich aber wundert, ist die verrostete Düse, das sieht bei meinem nicht so aus. Dafür zeigt meine Düse schon leichte Verschleißerscheinungen nach 7500h

Irgendein Rostschutzlack wird an der Stelle nach kurzer Zeit verbrannt sein, ich schätze mal, das ist den Aufwand nicht wert.
Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20974 von Stefan » Mo 31. Dez 2018, 10:33

Schamotte statt saugfähiger Matten sind vermutlich die bessere Idee,
wenn die zwischen dem glühenden Brennkammerstein und der Kesselwand sind könnte es vielleicht sogar einen Versuch wert sein den Stahl mit einem Auspufflack o.ä. zu behandeln.
Auf keinen Fall was zinkhaltiges (die Menige von früher) verwenden, wegen der Potentialumkehr.
Versuchen könntest du es, weil der Stahl selber ja nicht über 85° warm wird. Allerdings ist die Strahlung auf die brennraumseitige Oberfläche schon enorm. Könnte mir vorstellen dass die Oberfläche zwar verbrennt aber eine dünne Schicht auf dem Stahl vielleicht erhalten bleibt. Meine Magnete im Füllraum halten ja auch noch obwohl die keine 200° C vertragen...
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20975 von Helmut » Mo 31. Dez 2018, 11:18

Stefan hat geschrieben:.... Allerdings ist die Strahlung auf die brennraumseitige Oberfläche schon enorm. Könnte mir vorstellen dass die Oberfläche zwar verbrennt aber eine dünne Schicht auf dem Stahl vielleicht erhalten bleibt. Meine Magnete im Füllraum halten ja auch noch obwohl die keine 200° C vertragen...


Wenn man manchen Angaben bei Hitzebeständiger Farbe oder Ofenlacke glaubt (bis 800°C) sollte es durchaus halten...... :roll:
mfg
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20976 von René » Mo 31. Dez 2018, 12:01

Der Vigas ist innen im Schwelraum auch mit einer Art Lack beschichtet. Der ist bis heute noch dran. Die Meninge die man früher bekam war mit Blei, kein Zink. Drum wurde die auch verboten. https://de.wikipedia.org/wiki/Blei(II,IV)-oxid

Am besten du nimmst Eisenglimmer. Das verwendet die Bahn auch. https://www.caparol.de/inspiration/metallics/eisenglimmer-fuer-metalle.html

Oder Zinkphosphatfarbe. https://www.lackundfarbe24.de/de/Metalllack-und-Metallgrundierung/Grundierung-fuer-Metall/1K-Metallgrundierung-Metallhaftgrund/MIPA-AK-105-20-KH-Zinkphosphat-Rostschutz-Grundierung-Dickschicht-Primer-im-Farbton-nach-Wunsch-...-Preis-je-kg-ab
Zuletzt geändert von René am Mo 31. Dez 2018, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20977 von Stefan » Mo 31. Dez 2018, 12:02

Helmut hat geschrieben:Wenn man manchen Angaben bei Hitzebeständiger Farbe oder Ofenlacke glaubt

Ein starker Glaube ist wichtig ;) , hatte ich schon gelegentlich erwähnt. :happy8

Mir ist aber eingefallen dass Harald schon geschrieben hat dass die Sonde auf manche Gase sehr ungehalten reagiert. Bestimmte Silikone hinter der Brennkammer eingesetzt haben demnach schon zu Totalausfällen geführt.

Silikone haben zwar in solchen Farben eigentlich gar nichts verloren, aber wer weiß was sonst drin ist? Und hinter der Kammer wird ja nichts mehr verbrannt, was da ausgast geht in "Reinform" an die Sonde.
Hab keine Ahnung ob das problematisch werden könnte, wollte es nur vorher erwähnt haben...
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20978 von Stefan » Mo 31. Dez 2018, 13:15

René hat geschrieben:Die Meninge die man früher bekam war mit Blei, kein Zink. Drum wurde die auch verboten.

Wo du Recht hast... :ugeek:
Die Zinksprays und Farben gibt es noch zu kaufen, die sind aber, wie schon erwähnt, hier völlig ungeeignet.
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20979 von Hannes/ESBG » Mo 31. Dez 2018, 13:48

Ich kenne den HDG zwar nicht selbst, aber wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann sehe ich sehr große dünne Schamotteplatten (Formsteine).
Dass diese sehr empfindlich auf Temperaturspannungen sind ist leider eine Tatsache und wenn erst einmal ein feiner Haarriss ist, dann braucht man solche Dinger nicht mehr anfassen, die zerbröseln dann schon beim anschauen!

Ich kenne derartige Dinge von den Proburner HV-Kesseln, die U-Steine unten halten maximal 3 Heizperioden, dann brechen links und rechts die senkrechten Wangen weg!
Wenn das einmal ist kann es sich um "Montagsware" handeln, aber ich hab diese Erfahrung bei allen Proburnern gemacht und auch bei den (doch sündteuren Ersatzsteinen) ist es nicht besser.
Meine Lösung dafür sind ganz stinknormale Schamotteziegel, unten 4 Stück liegend quer und seitlich je 2 aufgestellte der Länge nach und den Spalt nach oben mit einem Sibralstreifen abgedichtet, spottbillig und mindestens 5 bis 6 Jahre haltbar!

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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20980 von Skipper Jens » Mo 31. Dez 2018, 16:55

Wennim Vergasungsraum links und rechts ein Blech reingestellt wird kann das Holz besser rutschen und dahinter wird es auch trocken. Die seitlichen Klappen zum zusammendrücken vom Holz haben die gleiche Wirkung. Unten in der Brennkammer wird es ja wohl warm genug. Ein bischen rostig ist es bei mir auch an manchen Stellen, aber nur ganz wenig, auch im Abgasrohrstück. Hab den Soli zweimal die nicht fertig geschweisten Nähte fertiggeschweißt weil ein austausch im Winter nach Feststellung zum frieren geführt hätte. Hatte nach längrem hin und her die Zusage zum sofortigen Austausch vom Stahlteil. Jetzt waren es 7Jahre und noch dicht.
Hab auch schon mal was vom durchgerostetem noch teurem HV gelesen bei Ebay, war auch erst 2 Jahre. Da fragt sich nur von innen oder außen?
Von innen hilft Borwasser wie für die Drehbank oder Frostschutzmittel. Bohrwasser ist abbaubar und fettet die ganzen Rohre und den Ofen von innen, braucht nicht viel zu sein. Da war auch ein Problem bei einem Italien Kessel der Holz und Oel verbrannt hat. Der neue hatschon die schutzschicht. und die Pumpe mag es auch.
Guten Rutsch bei bester Gesundheit wünsch Jens für 2019
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20989 von ice77 » Do 3. Jan 2019, 12:52

Männer,

d.h. ich besorg jetzt erstmal weiteren Schamott und tausch den gegen die Hitzeschutzmatten aus und ich würde mit Schamottmörtel versuchen die Brennkammersteine zu reparieren.

Da der Euro im Düsenbereich undicht wird (was man oft liest) - kann ich da ggf. durch Schamott/Bleche vorsorgen, damit der Stahl an diesen Stellen geschont wird?
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Re: HDG Euro 50 - Brennkammerversagen und Rost

Beitrag #20996 von Schradt » Do 3. Jan 2019, 20:27

Vielleicht schätze ich das falsch ein, aber ich würde da genau gar nichts machen.

Die gebrochenen Platten mit Mörtel flicken? Wie soll das denn halten? Die Risse beeinträchtigen die Funktion ja wohl kaum, schließlich ist paar cm weiter der nächste originale Schlitz...

Ich unterstelle mal, der Ofen läuft wieder. Dann lass es so, bis die Steine auseinander bröseln.

Solltest du dennoch den Kasten zerlegen, wäre ich an Detailbildern rund um die Düse und Brennkammer sehr interessiert :)
Grüße
Frank

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