Sekundärlüfter 230V mit 0-10V vom Lambdacheck ansteuern

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Bergstrom
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Sekundärlüfter 230V mit 0-10V vom Lambdacheck ansteuern

Beitrag #20133 von Bergstrom » Do 8. Nov 2018, 17:39

Hallo in die Runde,

ich will endlich den Restsauerstoff automatisch regeln. Die Lufttrennung habe ich fertig und dicht. Der Lambdacheck zeigt permanent den Restsauerstoffwert an und gibt teilweise mit riesiger Zeitverzögerung seinen entsprechenden 0-10V Ausgangswert aus. Ich nehme an, daß der LC durch meine Testläufe bedingt (Gasflamme vor Sonde und Festwiderstand am Temperatureingang) im Kaltzustand des Ofens zur Zeit ein zeitlich unrealistisches Regelverhalten an den Tag legt. Wie lange (wieviel Abbrände) dauert es, bis wieder sinnvolles Verhalten abgespeichert ist?

Jetzt zu meinem Problem:

Kann ich mein Ausgangssignal vom LC, das im Sollzustand des Restsauerstoffs ja irgendwann die 5V erreicht hat, mit der UVR am Eingang 8 regeltechnisch sinnvoll weiterverarbeiten, um am Ausgang 1 ein entsprechendes Phasenanschnittsignal für den 230V Sekundärlüfter (WPA 06) zu erreichen?

Mich interessieren Eure Lösungen und UVR-Parametrierungen.
Gruß Edmund
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Re: Sekundärlüfter 230V mit 0-10V vom Lambdacheck ansteuern

Beitrag #20149 von Reiner.E » Fr 9. Nov 2018, 17:03

Hallo Edmund,

das geht mit einer PID Funktion wo der Eingang auf Absolutwertregelung Istwert geht und den Sollwert stellst du auf deine gewünschten Wert und der Modus ist Invers und geht auf A1

Sonnige Grüße Reiner
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Re: Sekundärlüfter 230V mit 0-10V vom Lambdacheck ansteuern

Beitrag #20151 von Bergstrom » Fr 9. Nov 2018, 20:33

Hallo Reiner,

bin seit ca 4 Stunden mit dem Kessel im Clinch, die PID hat den Restsauerstoff (z.Zt. 7% eingestellt) halbwegs in Griff. Habe allerdings in der Anheizphase ziemlich wild durcheinander gestellt.

Modus ist allerdings normal.

Werde den Abbrand weiter beobachten, um in der Ausbrandphase noch eingreifen zu können. Ich werde die Einstellungen noch mitteilen.
Leider oder vielleicht gottseidank lese ich erst jetzt Deinen Vorschlag mit der Einstellung invers.

Wobei ich selbst sehr überrascht bin, daß ein halbwegs konstanter Restsauerstoff gehalten wird. Nach meinem theoretischen Verständnis müßte mit dieser Beschaltung nur ein rauf und runter stattfinden. Ich weiß noch nicht, wo mein Denkfehler liegt.

So, jetzt wieder auf Beobachtungsstation. Bis später!
Gruß Edmund
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Re: Sekundärlüfter 230V mit 0-10V vom Lambdacheck ansteuern

Beitrag #20153 von Reiner.E » Sa 10. Nov 2018, 13:52

Hallo Edmund,

den Eingang hast du schon richtig Parametriert mit 0V=0 O2 und 10V= 21 O2 und daraus folgt steigt der O2 muß Ausgang kleiner werden deshalb Invers beim Modus.

Sonnige Grüße Reiner
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Re: Sekundärlüfter 230V mit 0-10V vom Lambdacheck ansteuern

Beitrag #20168 von Bergstrom » Mo 12. Nov 2018, 11:05

So, endlich mein Bericht von der Ausbrandphase, vom Nachlegen und 2. Abbrand:

Ich bin natürlich vor Beginn der Ausbrandphase eingeschlafen und der Kessel hat mit Restsauerstoff von ca 12% und Stufe 1 des Sek.-Lüfters ca 1,5 Stunden vor sich hingebrannt. Eigentlich wollte ich ja eingreifen, wenn Lüfter nicht auf 0 geregelt wird.

Da ich ja im Hauptabbrand ein sehr träges Regelverhalten feststellte, hab ich mir gedacht (mitten in der Nacht, halb am Schlafen): schütt´ doch einfach auch viel Kleinzeugs und Sägespäne mit rein. Die Idee war nicht so gut. Der LambdaCheck regelte inzwischen sehr schnell (3-4 Sekundentakt) den Sek.-Lüfter rauf und runter. Der LC hat wohl in der sehr langen gleichmäßigen Ausbrandphase eine viel schnellere Regelgeschwindigkeit gelernt. Nach vielem Hin- und Herstellen wurde alles wieder etwas ruhiger, und der Kessel konnte bis Mitte Vormittag in einigermaßen ruhigem Regelverhalten ausbrennen, in der Ausbrandphase dann auch Sek-Luft auf 0.

Was ich dabei leider feststellen mußte ist ein Rauf- und Runterstellen des Prim.-Lüfters durch die Kesselsteuerung nach VL-Temperatur. Die originale Steuerung ist wohl etwas grobstufig. Vielleicht aber auch ein gegenseitiges Beeinflussen von Kessel-VL durch Kesselsteuerung einerseits und Kessel-RL durch Mischersteuerung der Rücklaufanhebung andererseits. Das sagt mir, daß ich dieses Schwingen erst mal beruhigen muß, bevor ich weiter an der UVR-Regelung der Sek.-Luft rumstellen kann. Vor der Lufttrennung fiel das nicht so stark auf, da ja das Verhältnis P/S-Luft mechanisch fest eingestellt war, und durch die Kesselsteuerung beide Luftmengen rauf- oder runtergeregelt wurden. Wobei ich manchmal zum Ausbrandende die S-Luft weiter zudrehte.

@Reiner.E
Hallo Reiner, werde mich bis zum Wochenende (dann werde ich wieder anheizen müssen) intensiv mit der Skalierung vom Eingang 8 und Einstellung des PID-Reglers auseinandersetzen. Da liegt wahrscheinlich ein großer Denkfehler meinerseits. Die Anleitung von TA ist einfach nur dürftig :L
Gruß Edmund
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