Solare Ladeerhaltung Oldtimer

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Gust
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Solare Ladeerhaltung Oldtimer

Beitrag #19761 von Gust » Di 9. Okt 2018, 15:07

Was macht man mit 2 geschenkten Solarmodulen? (ca. gut 20 Jahre alte BP 36-Zeller mit je ca. 50Wp)

Wie ich nach Öffnen der Anschlussdose feststellen mußte, war ein Modul davon ein "Totalschaden", die Anschlussfahnen waren komplett wegkorrodiert. Bei diesem Modul habe ich eine "Operation am offenen Herzen" durchgeführt und neue Kabel an die Fahnen angelötet. Danach alles wieder mit mehreren Lagen Plastikspray versiegelt. Habe dieses Modul bereits ca. 1/2 Jahr testweise auf der Wiese liegen gehabt und den Strom in meine Insel eingespeist. Modul hat durchgehalten...
Bei meiner Insel mit über 5 kWp waren 0,1 kWp allerdings nur ein "sehr kleiner Tropfen"...

Ich habe einen "Fast" Oldtimer (Peugeot 405 Benziner mit ca. 71000 km, 28 Jahre alt, so gut wie kein Rost, letztes Modell ohne Elektronik, "schönes" silbergraues Stufenheck- Opa-Auto ohne Klima und ohne Servolenkung), welcher als "Reserveauto" von der Familie und von Freunden benutzt wird.
Das Problem mit solchen Karren ist, daß die Batterie durch die unvermeidliche lange Standzeit leer wird und eben dann, wenn man es braucht, fremdgestartet werden muß. Der Batterie tut sowas auch nicht gut.

Daher habe ich die o.g. Solarmodule auf der bisher stromlosen Garage montiert. Damit kein Schnee den PV- Ertrag mindert, wurden diese auf ca. 75° aufgeständert.
Durch die Montage des Gestells unten an den Sparren auf der Nordseite mußte das Dach nicht mal berührt werden.
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Der Laderegler ist sehr einfach gehalten. Er besteht aus 2 Stk. 2A Längsregler 78S12 (je Modul 1 Stk.), welche durch Dioden auf eine konstante Ausgangsspannung von ca. 13,4V "gestreckt" wurden.
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"Nett" ist, daß der Zigarettenanzünder vom 405er an "Dauerplus" liegt und somit die Batterie über den Zigarettenanzünder geladen werden kann, ohne daß der Zündschlüssel steckt.
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Die Ausgänge sind über 6A Dioden voneinander entkoppelt, falls das reparierte Modul doch noch ausfallen sollte. Momentan sind die beiden Module testweise parallel geschaltet, später sollen die getrennt werden und mit einem Modul der 405er und mit dem anderen die Motorradbatterien über den Winter gebracht werden. (vor allem das "Gastmoped" Ducati Monster, wo man die Batterie nur sehr schwierig ausbauen kann)
Die insges. 4 Stk. Mopedbatterien werden hierbei mittels Dioden voneinander getrennt und an ein Modul angeschlossen.
Es scheint so, als würde die Leistung eines Moduls auch bei völlig bedecktem Himmel zur Ladeerhaltung einer 55Ah Batterie mehr als ausreichen.
Durch die relativ niedrige Ladeerhaltungsspannung von 13,4V gasen die Akku´s gerade noch nicht und werden schonend fit gehalten.

Gruß Gust
Atmos 30GSE frisiert, Insel-BHKW 1kW(el)+2kW(th), GB162, Solar und PV, etc...

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02pete
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Re: Solare Ladeerhaltung Oldtimer

Beitrag #19762 von 02pete » Di 9. Okt 2018, 20:49

Clevere Lösung Gust!
MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser mit 115 Liter Füllraum (= max. 31 kg Fichte). Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher


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