Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

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burns635csi
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Do 18. Jul 2019, 18:47

Stefan hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 16:11
Noch mal zurück zu diesem Statement:
02pete hat geschrieben:
Di 9. Jul 2019, 22:07
Der teilweise diktatorische Umgang untereinander hier im Forum bereitet mir Sorgen. Dem Forum kam jegliche demokratische Diskussionsgrundlage ab-
handen, zumindest von Seiten einiger User welche unangenehme Wahrheiten nicht verarbeiten können.
Wer nicht im mainstream mitschwimmt wird geshitstormt. Es wird mit Vehemenz versucht Andersdenkende
"umzupolen" auf die vermeintlich "richtige" Lebenseinstellung. Schade.
Das finde ich nicht nur schade sondern auch völlig unangemessen.

Jeder darf hier seine Meinung äußern, wenn jemand schreibt er sei der Meinung dass die Grünen für neue Atomkraftwerke sein sollten kann man darüber auch diskutieren. Sinnfrei vielleicht, wie eigentlich jegliche Diskussion darüber welcher Meinung andere sein sollten. :Brett

Eine nachweislich falsche Unterstellung ist aber nun mal keine Meinungsäußerung über die man diskutieren könnte. Denjenigen die das dann richtig stellen dann zu unterstellen sie seien "Meinungsdiktatoren" und "könnten unangenehme Wahrheiten nicht verarbeiten" ist echt schräg.
Peter hat doch völlig Recht damit!

Wenn man hier nicht deiner linken Meinung ist, wird man heruntergeputzt.
..Schade eigentlich...
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

Zu spät erst merkt die Großhirnrinde: Die Schraube hatte Linksgewinde.

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Stefan » Do 18. Jul 2019, 19:58

burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 18:47
Wenn man hier nicht deiner linken Meinung ist, wird man heruntergeputzt.
Man muss nicht links sein um sozial denken zu können und auch kein Grüner um verantwortungsbewusst zu agieren.

Und nur weil es mir zu blöd war über die Relevanz eines qualmenden Holzkessels gegenüber einem AKW Störfall (oder gar dem Unterschied zwischen Holzasche und Atommüll?) zu diskutieren braucht niemand wirklich beleidigt zu sein.

Was die AKW angeht können wir gerne auf vernünftigem Niveau weiter diskutieren. Also z.B. darüber warum in GB das neue AKW Hinkley Point C eine
garantierte Einspeisevergütung von 11 Cent / kWh braucht, für Strom aus Offshore-Windparks eine Vergütung in Höhe von 5 Cent / kWh für einen wirtschaftlichen Betrieb ausreichen...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

Orlan 40 kW Holzvergaser, 4k Puffer, 10 qm Solar Flachkollektor, 2 PV Anlagen zusammen 107 kwp, Eigenbau- Frischwasserstation, bisher kein Backup, BHKW in Planung.

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Do 18. Jul 2019, 20:21

Stefan hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 19:58
burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 18:47
Wenn man hier nicht deiner linken Meinung ist, wird man heruntergeputzt.
Was die AKW angeht können wir gerne auf vernünftigem Niveau weiter diskutieren. Also z.B. darüber warum in GB das neue AKW Hinkley Point C eine
garantierte Einspeisevergütung von 11 Cent / kWh braucht, für Strom aus Offshore-Windparks eine Vergütung in Höhe von 5 Cent / kWh für einen wirtschaftlichen Betrieb ausreichen...
Wenn das so ist, ich habe es nicht recherchiert, ist es trotzdem einfach zu beantworten.

Das AKW macht Strom wenn dieser gebraucht wird und Windmühlen eben nicht.
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Do 18. Jul 2019, 22:21

10 Gründe warum Kernenergie die bessere Wahl ist.

- 99,9% CO2 frei
- die Stromerzeugung mit den wenigsten toten Menschen pro kW.
- Keine Abgase
- Kernenergiekompetenz und Technik Exportfähig
- Flexible Stromerzeugung
- Keine Flächendeckende Landschaftsverschandelung
- günstige Stromerzeugung*
- Erzeugung von Medizinischen Materialien
- Ressourcen für lange Zeit noch verfügbar
- Geringer Flächenbedarf


Die Gefahren von Kernenergie sind fast vernachlässigbar wie Z.b. ein GAU.
Natürlich gibt es immer die Gefahr eines GAU's. Hierbei sind aber im Vergleich zur Gesamten Stromerzeugung von anderen Stromerzeugungsmöglichkeiten sehr sehr wenig Menschen gefährlich bedroht.


Endlagerung ist tatsächlich die eine wirkliche Problematik. Keine Frage.

Hierbei würde ich den Bau von Thorium- Kraftwerken bevorzugen um eine möglichst geringe Menge an radioaktiven
Abfall zu haben.


Hier sprechen die Vorteile für MICH ganz klar für Kernenergie.
Ebenfalls für die meisten Länder auf dieser Welt auch.
In Deutschland sind wir hierbei einfach nur durch ANGST, die nicht nötig tut,
in den Atomenergie Ausstieg getrieben worden.

Im Ausland gibt es den Begriff der "GERMAN ANGST" .....ich denke das trifft es ganz gut.


Gruß Klaus
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Stefan » Do 18. Jul 2019, 22:42

burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 20:21
ich habe es nicht recherchiert,
Bitteschön, nur umrechnen musst du noch selbst.
burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 20:21
Das AKW macht Strom wenn dieser gebraucht wird und Windmühlen eben nicht.
Das stimmt bedingt, auch für WKA, die sind bei Überangebot sogar schneller abregelbar als AKW. Nach Bedarf hoch fahren kann man sie bei Flaute aber nicht. Dafür lässt sich ein Pumpspeicherkraftwerk mit den 6 Cent Differenz zum Hinkley Point Atomstromstrom aber schon rentabel betreiben. (Aktuell ca. 5,8 ct/kWh Betriebskosten bei Neuanlagen) Und das kann immerhin nicht nur viel schneller als ein AKW hoch wie runter gefahren werden, es kann sogar bei Überangebot das Netz entlasten.
Ehemalige Schächte im Ruhrpott und die Industriebrachen darüber zu Pumpspeichern auszubauen wäre nicht nur viel billiger als neue AKW, man müsste dazu auch kein Uran fördern und künftigen Generationen keinen weiteren Atommüll aufbürden.
Auch kommt ein PSW auf einen Leistungsgradient von 200 %/min, ein AKW nur maximal 60.

Also haben wir in Europa Hinkley Point 3 das den geplanten Kostenrahmen schon vor Baubeginn deutlichst gesprengt hat, Olkiluoto 3 das 3 Mrd kosten sollte und mit 8,5 Mrd nicht fertig wird und, in Frankreich, der Atomnation schlechthin, 58 weitgehend ausmusterungsreife AKW in Betrieb, genau einen Neubau, Flammanville, das mit derzeit über 10,5 Mrd Euro Baukosten wohl niemals rentabel werden wird.

Wo war nochmal genau der der Vorteil der AKW?
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Stefan » Do 18. Jul 2019, 22:52

burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 22:21
die Stromerzeugung mit den wenigsten toten Menschen pro kW.
Echt jetzt? Dann haben PV- Module schon weit mehr Menschen erschlagen als Tschernobyl und Fukushima an Krebstoten gefordert haben?
Bitte belege deine Ausführungen doch mit Quellen, laut Statista liegt die Kernkraft nämlich schon ohne Entsorgung deutlich hinter der Windkraft was das CO2 angeht.
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Gust » Do 18. Jul 2019, 22:57

burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 22:21
10 Gründe warum Kernenergie die bessere Wahl ist.

- 99,9% CO2 frei
- die Stromerzeugung mit den wenigsten toten Menschen pro kW.
- Keine Abgase
- Kernenergiekompetenz und Technik Exportfähig
- Flexible Stromerzeugung
- Keine Flächendeckende Landschaftsverschandelung
- günstige Stromerzeugung*
- Erzeugung von Medizinischen Materialien
- Ressourcen für lange Zeit noch verfügbar
- Geringer Flächenbedarf


Die Gefahren von Kernenergie sind fast vernachlässigbar wie Z.b. ein GAU.
Natürlich gibt es immer die Gefahr eines GAU's. Hierbei sind aber im Vergleich zur Gesamten Stromerzeugung von anderen Stromerzeugungsmöglichkeiten sehr sehr wenig Menschen gefährlich bedroht.


Endlagerung ist tatsächlich die eine wirkliche Problematik. Keine Frage.

Hierbei würde ich den Bau von Thorium- Kraftwerken bevorzugen um eine möglichst geringe Menge an radioaktiven
Abfall zu haben.


Hier sprechen die Vorteile für MICH ganz klar für Kernenergie.
Ebenfalls für die meisten Länder auf dieser Welt auch.
In Deutschland sind wir hierbei einfach nur durch ANGST, die nicht nötig tut,
in den Atomenergie Ausstieg getrieben worden.

Im Ausland gibt es den Begriff der "GERMAN ANGST" .....ich denke das trifft es ganz gut.


Gruß Klaus
Na ja, wenn schon Atomkraft, dann auch schneller Brüter und eine WAA (Wiederaufarbeitung; wie anno Wackersdorf vor etlichen Jahrzehnten)
Ja, ich habe Angst vor solchen Einrichtungen.
Ohne schnellen Brüter und WAA wird uns das spaltbare Material recht schnell ausgehen....
Keiner will ein Endlager, keiner kann brennendes Natrium (Kühlmittel z.B. beim schnellen Brüter) in dieser Menge noch löschen.
"Schön", unsere Kindern mit solch Zeug zu belasten.. High Tech um jeden Preis...

German Angst...
Ich wohne ca. 50 km Luftlinie von OHU 2; einem Reaktor, der bereits wesentlich länger als jemals vorgesehen am Netz ist... die bereits vor dem Bau bekannte Materialermüdung scheint sich wohl in Luft aufgelöst zu haben...

Gerade eben ist mir die Lust zum Schreiben wieder vergangen, war nur ein Anfall...

Fassungslose Grüße

Gust
Atmos 30GSE frisiert, Insel-BHKW 1kW(el)+2kW(th), GB162, Solar und PV, etc...

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Helmut » Do 18. Jul 2019, 23:59

burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 18:47

Peter hat doch völlig Recht damit!

Wenn man hier nicht deiner linken Meinung ist, wird man heruntergeputzt.
..Schade eigentlich...
Komm mal wieder auf den Teppich. Hier wir keiner "heruntergeputzt" (wie du es auszudrücken vermagst). Wir sind eben verschiedene Menschen und haben verschiedene Meinungen. Was auch "ersteinmal" gut ist, ob rechts oder links! Auch wenn ich persönlich diese ganze rechte kacke echt "gefressen" habe!!!... und das nicht erst seit gestern!!!
Soviel dazu....
CO² Steuer find ich persönlich scheiße :mrgreen:
mfg
Helmut

Holzvergaser - Kessel (Sturzbrandkessel) Orlan 25 mit FT, Eigenbau Frischwasserstation, UVR1611, FWR21, CAN Modul, 2 Heizkreise (Heizkörper, Fubo/Wahei), 6m² Solarthermie

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Stefan » Fr 19. Jul 2019, 00:03

Auch wenn es nur ein schwacher Trost sein sollte, Isar/ Ohu 2 hat wenigtens noch das WKW Niederaichbach im Rücken. Weder Fessenheim noch Neckarwestheim hier haben ein solches Backup.
Und Fessenheim steht wie Bugey auf einer tektonischen Verwerfungszone. Aber bei durchschnittlichen Wetterbedingungen hast du immerhin ca. 2 Stunden mehr bis der Fallout nach dem Knall in Fessenheim bei dir ist.
:hangi:
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Stefan » Fr 19. Jul 2019, 01:11

burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 22:21
- Keine Flächendeckende Landschaftsverschandelung
- Geringer Flächenbedarf
Sieht aber weder hier noch hier (Wismut GmbH) nach unverschandelter Landschaft oder wenig Flächenbedarf aus.
Eher nach ner Riesensauerei... :hammerle

Aber stimmt schon, wenn man die Sauerei bei der Urangewinnung, beim verarbeiten zu Yellow Cake und beim anreichern, den Aufwand beim Bau der Anlagen, das Risiko beim Betrieb, den Aufwand beim Rückbau und die ungelöste Endlagerfrage ausblendet wäre die Atomkraft bis auf ein paar tausend Störfälle und 2 Super GAUs bisher relativ sauber... :Brett
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Fr 19. Jul 2019, 07:47

Da ich zur Zeit auf der Arbeit bin, werde ich heute Abend darauf antworten.

Gruß Klaus
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von René » Fr 19. Jul 2019, 10:11

Moin,

will auch mal ein kurzen Kommentar zu dieser AKW-Diskussion beitragen. Mir sind Wind-, Wasser- und Solarenergie tausendmal lieber als Atomkraft. Aus einem einzigen Grund, hier wird bei der Stromerzeugung wesentlich weniger Abwärme produziert. Ein AKW hat nen Wirkungsgrad von ca. 30%. Der Rest wird direkt in Abwärme verwandet. Nur die wenigsten sind an ein Fernwärmenetz gekoppelt. Zudem müssen für den Betrieb der erneuerbaren nicht ständig Treibstoffe nachgeliefert werden wie bei konventionellen Kraftwerken. Alleine dadurch fällt schon vieles an Unfallgefahr weg.

Gruß René
Gruß René

Wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was" !

:mrgreen: Holzvergaser Forum, das rockt. :mrgreen:

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Mathias » Fr 19. Jul 2019, 11:31

Atomkraft mag ja technisch gesehen schick sein und von mir aus auch total sicher - bin da anderer Meinung, aber sei es drum.

Das Problem sehe ich eher, wenn so ein Teil hoch geht hat das ernster Konsequenzen als wenn die photovoltaik oder Windkraft in Flammen auf geht.
Es ist leider nicht zu 100% ausgeschlossen, daß nichts passiert. Schaut man sich die Zonen in Japan, USA, Russland und Ukraine an, die nach einem Gau mal mindesten 10 Jahre gesperrt sind... Pech wenn man da ein Haus stehen hätte.

Kernelemente wachsen nicht beim Bauer neben an auf dem Feld, das Zeug muss gewonnen werden und dann hier hin transportiert werden.
Ist bei den photovoltaik Modulen und Windkraft Anlage nicht anders, aber wenn die stehen war es das - man muss nichts mehr dahin transportieren.

Der Bau dieser Kraftwerke und der Brennstoff sind teuer.
Sonnenlicht und wind sind kostenlos.

Die Endlagerung ist nicht mal ansatzweise gelöst.
Die Briten verklappen ihren atommüll(Sella field), nachdem das verklappen via Schiff nicht mehr erlaubt ist, via Pipeline vom Strand aus einfach so ins Meer und das Zeug kommt vor Norwegen wieder hoch.
Gut wenn man keinen Fisch mag, doof wenn das schlachtvieh mit fischmehl gefüttert wurde.

Es gab hier mal 80000 Arbeitsplätze in der photovoltaik fertigung - jetzt nicht mehr.
Wieviel gab es in der AKW Technik?

Jedes AKW ist eins zu viel und ich bin nicht bereit, darauf zu hoffen, daß da nix passiert und auch nicht bereit die Folgekosten für die endlagerung zu tragen.
Da bin ich unsolidarisch.
Grüße
Mattes

SolarBayer HVS 40E Holzvergaser, Flammtronik, Große Brennkammer, Gussdüse, 3200l Puffer, 500l Warmwasser Speicher, 730l MAG,
270qm WF, 8 Personen, Solarthermie, Anlage überwiegend Arduino geregelt.

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Fr 19. Jul 2019, 15:05

Gust hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 22:57
burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 22:21
10 Gründe warum Kernenergie die bessere Wahl ist.

- 99,9% CO2 frei
- die Stromerzeugung mit den wenigsten toten Menschen pro kW.
- Keine Abgase
- Kernenergiekompetenz und Technik Exportfähig
- Flexible Stromerzeugung
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Die Gefahren von Kernenergie sind fast vernachlässigbar wie Z.b. ein GAU.
Natürlich gibt es immer die Gefahr eines GAU's. Hierbei sind aber im Vergleich zur Gesamten Stromerzeugung von anderen Stromerzeugungsmöglichkeiten sehr sehr wenig Menschen gefährlich bedroht.


Endlagerung ist tatsächlich die eine wirkliche Problematik. Keine Frage.

Hierbei würde ich den Bau von Thorium- Kraftwerken......
Gruß Klaus
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Fassungslose Grüße

Gust
Hallo Gust, schnelle Brüter sind mit Thorium-Kraftwerken gemeint.
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Fr 19. Jul 2019, 15:11

Stefan hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 22:52
burns635csi hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 22:21
die Stromerzeugung mit den wenigsten toten Menschen pro kW.
Echt jetzt? Dann haben PV- Module schon weit mehr Menschen erschlagen als Tschernobyl und Fukushima an Krebstoten gefordert haben?
Bitte belege deine Ausführungen doch mit Quellen, laut Statista liegt die Kernkraft nämlich schon ohne Entsorgung deutlich hinter der Windkraft was das CO2 angeht.
https://nuklearia.de/2019/02/26/warum-l ... hr-hassen/

Dieser Link, weil ARD und ZDF ja "unseriös" sind.
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Fr 19. Jul 2019, 18:24

Hier mal zum Thema Entsorgung bei Solarmodulen.

https://ruhrkultour.de/solarmodule-erze ... raftwerke/


Es gibt eine wachsende Gruppe von Ökos und die sich mittlerweile "doch" wieder Kernenergie
Wünschen. Den Link hatte ich hierfür schon ein paar theads vorher gezeigt.
Die Deutsche Atomangst ist hausgemacht und meiner Meinung nach völlig sinnlos.
Wir schalten unsere AKW ab und kaufen dann den Strom aus anderen Ländern mit Kernenergie. Warum???
Das macht doch keinen Sinn.

Pumpspeicherwerke sind gerade in Deutschland durch verschiedenste Wiederstände
wenigstens äußerst schwierig zu bauen wenn nicht sogar unmöglich?!


P.s. ICH FINDE ES GUT, DASS IN DEN LETZTEN THREADS AUF PERSÖNLICHE ANGRIFFE
VERZICHTET WURDE. DANKE DAFÜR :)



Liebe Grüße Klaus
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Mathias » Fr 19. Jul 2019, 19:24

Meine Meinung kennst du, deine erklärt sich langsam auch und das ist okay.

Ich hab mir einiges durchgelesen und gebe zu, so manches war neu für mich.

Das heißt nicht das ich meine Meinung ändere, weil da gute Argumente kommen, denn ich finde es ist eher das Gegenteil der Fall.

Bspw. die Argumente der Landschaftsverschandelung.

Was Giftstoffe betrifft ist es schon interessant das bei Atomenergie ja nicht wirklich Müll entstehen soll, die photovoltaik aber schon extrem sein soll.
Bin auf die endlager für photovoltaikmodule gespannt.

Aber ich will sachlich bleiben.

Ich hab also geschaut, ob ich andere Quellen finde und von wann das alles sein soll.

Das Thema Entsorgung von photovoltaik Modulen ist seit ca. 2010 ein Thema.
Das ist 9 Jahre her, einen Skandal hab ich nicht wahrgenommen und scheinbar hatten bereits damals die hersteller Recycling Werke in Betrieb. 95%soll recycling fähig gewesen sein.

Wie lange laufen Atomkraftwerke und wieso reden wir von endlager, wenn das doch angeblich Rohstoffe sind?
Wie ist das mit der Entsorgung bei dem Thema?

Ich hab weiter gesucht, denn es soll ja neutral sein mit allen Quellen usw.
Die USA hat scheinbar von Anfang an auf nukleare Stromerzeugung gesetzt, klar das von dort plötzlich Lobeshymnen kommen.

Was ist mit dem Rest?

Das wie ich finde ehrlichste Dokument zum Thema photovoltaik ist dieses hier:

https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroef ... hland.html

Fraunhofer...? Institut für Solare Energiesysteme.

OK neutral ist das vermutlich nicht, aber wie gesagt ehrlich.

Da steht dann auch etwas zum altern von pv Modulen.

Das beste für die Umwelt ist Energie zu sparen - aus und gut.

Alles andere verschmutzt grundsätzlich in irgendeiner Form diesen Planeten - wieviel oder wie wenig okay ist... sollte jeder für sich entscheiden.

Die solar lobby redet stomkraft schlecht und umgekehrt.

Mir ist das Risiko eines gau's und die endlagerung zu risikoreich - no go.
Grüße
Mattes

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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von Stefan » Fr 19. Jul 2019, 19:27

Hallo Klaus,
wenn wir sachlich diskutieren wollen sind Links zu Seiten die verschwurbelte Verschwörungstheorien wie
Man kann dann nicht mehr den Umweltschutz ins Feld führen, um die Abschaffung des Kapitalismus zu fordern. Das sei nämlich die tatsächliche Agenda linker Klimapolitik und Erneuerbaren-Euphorie.
verbreiten absolut fehl am Platz.

Das hat nichts mehr mit der Realität zu tun, das gäbe eine Diskussion über Glauben auf Basis unglaubwürdiger Darstellungen und Bildchen. Die Grafik über die Toten pro kWh erscheint mir nicht nur sehr fragwürdig, es fehlt auch jeglicher Hinweis auf eine seriöse Datenquelle. Gäbe es eine solche würde man sie wohl nennen. Also müsste man halt dran glauben, wissen kann man es nicht.

Mit solchen Quellen kann man es wie die Dschihadisten machen und versuchen einen Glaubenskrieg zu führen, eine sachliche Diskussion ist damit aber sicher nicht möglich. Und einen Glaubenskrieg braucht hier keiner.
burns635csi hat geschrieben:
Fr 19. Jul 2019, 18:24
Es gibt eine wachsende Gruppe von Ökos und die sich mittlerweile "doch" wieder Kernenergie
Wünschen. Den Link hatte ich hierfür schon ein paar theads vorher gezeigt.
Auch das könnte man vielleicht glauben, also wenn das da nicht einfach nur als Behauptung eines einzelnen Autors stehen würde sondern genannt würde welche Grünen denn da nun plötzlich neue AKW bauen wollen.

Auch die Ruhrkultour- Seite ist nicht besser, auf der als Quelle angegebenen Seite beruft man sich auf einen Nuklearphysiker der erkannt hat dass in alten PV Modulen Blei, Chom und Cadmium gefunden werden können. Dass diese Stoffe
which can harm the environment
die Umwelt schädigen können macht sie also, wie jegliches ältere Elektrogerät, giftiger als Atommüll? Da braucht es auch wieder einen sehr gefestigten Glauben. Immerhin bestehen PV- Module nun mal im wesentlichen aus Silizium, Glas, Alu, Plastikfolie und etwas Silberlot. (Alles ungiftig und recycelbar). Wie man da überhaupt auf die Idee kommen kann Vergleiche zu Atommüll zu ziehen? Da sind wir dann natürlich auch bald wieder beim gefährlich qualmenden Holzvergaser. :Paniki

Und noch abschließend zum Thorium, oder genauer Flüssigsalzreaktor. Auch an den muss man unbeirrbar glauben, trotz enormer Anstrengungen und Investitionen ist noch nicht mal ein sicher laufender Forschungsreaktor in Betrieb. Die Anlage in Idaho musste 1994 evakuiert werden weil größere Mengen Uran 233 entwichen waren. Auch für das Tritiumproblem gibt es aktuell keine Lösung, das geht einfach durch die Reaktorwandung und verseucht die Umgebung der Reaktoren. Quelle

Wir können das Thema gerne weiter diskutieren, aber bitte auf Faktenbasis und nicht über unbelegte Phantasien von Verschwörungstheoretikern...
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von burns635csi » Fr 19. Jul 2019, 19:59

Na dann diskutieren wir halt nicht weiter.
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Re: Die erforderliche CO2 Reduktion ist nur...

Beitrag von pd108 » Fr 19. Jul 2019, 22:44

burns635csi hat geschrieben:
Fr 19. Jul 2019, 19:59
Na dann diskutieren wir halt nicht weiter.
Ich bin zwar bisher nur stiller Mitleser, habe mich aber gefreut das zumindest eine Diskussion möglich war/ist und nicht wie in anderen Foren oder "den Medien" garnicht mehr zugelassen wird. Meist mit dem Verweis auf OT und Forenregeln - wenn überhaupt.
Alles andere erinnert micht zu sehr an die Zeit wo "die Partei" immer Recht hatte. Eins hat sich besonders eingeprägt: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns".
Den Ausgang kennen ja die meisten.
Die aktuelle Medienlandschaft arbeitet nicht unbedingt unseriös sondern eher mit dem Weglassen von Tatsachen. Somit bleibt das nur Internet incl. Foren übrig als alternative Infoquelle.

mfg

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